Die US-Börsenkommission (SEC) hat Anfang Mai eine Regeländerung vorgeschlagen, um die vierteljährliche Finanzberichterstattung durch eine halbjährliche Option für börsennotierte Unternehmen zu ersetzen. Diese Anpassung könnte die Muster der Marktvolatilität für Aktien aus den Bereichen Gaming und Sportwetten verändern.
Nach dem neuen Rahmenwerk würden Unternehmen einen einzigen halbjährlichen Bericht über das neu geschaffene Formular 10-S einreichen, anstatt drei vierteljährliche Formulare 10-Q einzureichen. Die Einreichungsfristen würden je nach Status des Melders 40 oder 45 Tage nach Ablauf des sechsmonatigen Geschäftsjahres festgelegt.
Die Behörde beabsichtigt außerdem, die Verordnung S-X zu überarbeiten, um die Anforderungen an die Finanzabschlüsse zu vereinfachen. Die öffentliche Kommentierungsphase für den Vorschlag endet am 6. Juli.
Auswirkungen auf die Gaming- und Sportwettenbranche
Die Gaming-Branche ist starken saisonalen Zyklen unterworfen, die häufig mit den Erwartungen an die vierteljährlichen Gewinne kollidieren und zur Instabilität der Aktienkurse beitragen. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte: „Doch die Starrheit der Vorschriften der SEC hat Unternehmen und ihre Anleger daran gehindert, selbst zu bestimmen, welche Häufigkeit der Zwischenberichte ihren geschäftlichen Bedürfnissen und den Interessen der Anleger am besten dient.“ Die regulatorische Aktualisierung zielt darauf ab, mehr Unternehmen zu ermutigen, einen Börsengang anzustreben und an öffentlichen Börsen gelistet zu bleiben.Öffentliche Unternehmen in den Vereinigten Staaten unterliegen seit 1934 der Aufsicht der SEC. Ein formaler halbjährlicher Berichtsplan wurde erstmals 1955 eingeführt, und das aktuelle vierteljährliche System wurde 1970 übernommen.